Fernsehstudio ServusTV in Salzburg
Das ServusTV-Team wandte sich an die Studio-Designer der Wiener Firma VMA unter der Federführung von Stuart Veech, die eine zunächst völlig verblüffende Lösung vorschlugen: Der virtuelle Background sollte durch Projektionen, Spiegelungen und Farbillusionen ein einzigartiges TV-Erscheinungsbild erzeugen, das auch heute noch seinesgleichen sucht.
Der mittlere Bildteil, der die gesamte hintere Wand einnimmt, ist etwa acht Meter breit und wird von vier Christie DS+8K bespielt. Je zwei der 3-Chip DLP® Projektoren hängen dabei nebeneinander und bespielen jeweils eine vier Meter breite Fläche. Die Doppelprojektion gibt die nötige Sicherheit, denn so könnte man im Falle eines Falles, ohne weiteres nur einen Projektor weiter verwenden, bei dem dann die Lampe auf eine größere Helligkeit eingestellt wird. Zudem sorgt eine solche Doppelprojektion auch für ein gleichmäßigeres Bild, bei dem absolut nichts flimmert. Raumbedingt liegt dabei der Projektionsabstand bei gerade mal 2,92 Metern. Insgesamt wird eine Fläche von acht Metern mal 3,10 Meter bespielt. Dazu meinte unser Geschäftsführer Peter Mrakovits: „Schon aufgrund dieser räumlichen Begebenheiten hatte der Christie DS+8K bei der Wahl des Projektors von Anfang an die Nase vorn, der ist für das Format der Projektion einfach perfekt geeignet." Die mit Xenon Leuchtmitteln ausgestatteten Geräte geben die Farben naturgetreu und konstant wieder. Projiziert wird dabei auf eine Stewart AT 3 mit einem grauen Tuch für ein optimales Softedge-Blending.
Nun folgt an den beiden Raumecken nahtlos angesetzt ein etwa 2,50 Meter breiter Spiegel, wobei die Wände leicht schräg stehen, so dass diese Spiegel die Hauptprojektion spiegelverkehrt weiterführen. Wobei die Spiegel leicht geschwärzt sind und damit ein matteres, eher im Dunst liegendes Bild liefern.
An diese Spiegelprojektionen schließen sich wiederum zwei trübe Glasscheiben mit einer Breite von gut drei Metern an, die mit einer Rückprojektion von zwei Christie LX700 bespielt werden. Diese liefern wunschgemäß ein gänzlich unscharfes Bild, das die Farbstimmung der Gesamtprojektion fortführt.
Das Gesamtresultat ist ein fast schon riesig wirkender Raum, der von dem Fernsehteam mit mittlerweile über 100 verschiedenen Hintergründen bespielt wird, immer passend zu dem Thema, um das es in den jeweiligen Sendungen gerade geht. Nachrichtensendungen wie das das tägliche "Servus Journal", aber auch das Service-Magazin "gut leben!" werden in dem kompakten Fernsehstudio produziert.
Die Ansteuerung aller Projektoren erfolgt im Studio über einen Vista-Spyder. Das modulare Video-Prozessor-System leitet nicht nur die unterschiedlichen Signale an die sechs beteiligten Projektoren weiter, sondern übernimmt auch die Soft-Edge-Überblendung im Zentralbereich der Projektion.
Nach einer Vorlaufzeit von rund einem halben Jahr waren wir mit einem achtköpfigen Team rund drei Wochen lang vor Ort, wobei eine der großen Herausforderungen darin bestand, die vier Hauptprojektoren im Studio so zu dämmen, dass wirklich keinerlei Geräusche den Sendebetrieb stören. Wir entwickelten eigens für das ServusTV-Studio entsprechende Schallschutzgehäuse, die mit der Raumklimaanlage verbunden wurden, um so die Projektoren aktiv zu kühlen und gleichermaßen den Schall zu dämmen.
Die Ende August 2009 fertig gestellte Anlage läuft nun seit einem Jahr ohne Probleme im täglichen Einsatz und gibt dem Sende-Team genau die Flexibilität, auf die es ihm von Anfang an ankam.
![]()
![]() |
Media Image GmbH Georg-Wimmer-Ring 16 85604 Zorneding b. München |
Telefon: 08106/3054-0 Telefax: 08106/3054-19 info@media-image.de |

